Atelier 5: Kunst – Kalligrafie

Ästhetik vor Lesbarkeit

Als wir in das Kalligrafie-Atelier kommen, hängen an der Tafel chinesische Zeitungen, Zeichen in Großformat und exotische Schriftarten. Inspirationen und Anregungen für junge Künstler, die lernen und zeigen, wie vielfältig Schrift sein kann.

Kreative Arbeitsatmosphäre im Atelier Kalligrafie

Beim Besuch im Atelier der Kalligrafie müssen wir in zwei verschiedene Räume im Haus 2, der Außenstelle des Gymnasiums. Den einen Teil des Ateliers betreuen Herrn Ferbert vom Werner-von-Siemens-Gymnasiums Großenhain und Frau Huber von der Auberlen-Realschule. Den zweiten Raum leitet Falk Terrey, Diplom-Künstler aus Großenhain, der einst selbst am Werner-von-Siemens-Gymnasium sein Abitur gemacht hat und dort seinerzeit im ersten Kunst-Leistungskurs überhaupt war. Insgesamt nehmen 18 Schülerinnen und Schüler teil, vier aus Sachsen und 14 aus Baden-Württemberg.

Es wird mit ganz verschiedenen Techniken und Darstellungen gearbeitet, von Hieroglyphen bis zu visuellen Gedichten in Form von Scherenschnitten. Außerdem experimentieren die Schülerinnen und Schüler mit Zeichnungen. In der „zweiten Halbzeit“ soll es dann auch an chinesische Schriftzeichen gehen. Neben Papier ist auch Folie ein verwendetes Material.

Die Schülerinnen und Schüler sagen, die Stimmung sei „gechillt“ und locker, den Eindruck hatten wir auch. Die leitenden Lehrer sind der Meinung, die jungen Künstler hätten hohe Ansprüche an sich selbst, es macht ihnen nach eigener Aussage ebenso großen Spaß. Schülerinnen der Auberlen-Realschule in Fellbach sagten, sie hätten bisher noch nicht viel mit ihren Gastfamilien gemacht, was aber vermutlich fast allen Schülern hier so geht. Sie finden es aber sehr interessant, was in Sachsen im Kunstunterricht gemacht wird. Falk Terrey erzählt uns zufrieden, dass die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert seien und dass in der Gruppe ein gutes Miteinander herrscht. Alle Resultate werden immer gemeinsam besprochen und die Erwachsenen geben gerne gute Tipps.

Die entstandenen Werke werden am Freitag, dem 30. September ab 15 Uhr in der Karl-Preusker-Bücherei ausgestellt. Alle Schülerinnen und Schüler gaben sich sehr viel Mühe bei ihrer Arbeit und würden sich freuen, wenn ihre vielfältigen Kunstwerke von vielen Besuchern bestaunt werden.

Sarah Lemke

zahlenschrift-kalligrafie
Durch Variation eigener Schrift entsteht Kalligrafie, die später mit Tusche ausgeführt wird