Atelier 6: Graffiti

Wie in einer Künstlerhöhle…

fühlt es sich an, als wir heute die Graffiti-Künstler im Alberttreff besuchen. Schummriges Licht, gute Musik und coole Leute – so kann man sich die Atmosphäre dort vorstellen.

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Nach der Einführung und anfänglichen Übungen mit den Spraydosen, sprühen die Schülerinnen und Schüler Schriftzüge aller Art, zum Beispiel ihre Namen oder auch Symbole. Somit wurden die 23 Schüler mit der Graffiti Kunst vertraut gemacht.

Schon nach kurzer Zeit verstehen sich die 13 Schüler aus Sachsen und die zehn Schüler aus Baden-Württemberg ziemlich gut. Dennoch kommt es untereinander manchmal zu Verständigungsproblemen, besonders mit dem sächsischen Wort „Nu“, welches soviel wie „Ja“ bedeutet, haben die Schwaben ihre Schwierigkeiten.
Nach dem gemeinsamem Aussuchen der Motive zum Thema „Mobilität und Gemeinschaft“ werden Gruppen von fünf bis sechs Leuten gebildet. Das geschieht sehr selbstständig und ohne die Hilfe der Betreuer. Die Motive, welche zur Auswahl stehen, haben die Atelier-Leiter mitgebracht.

 

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Die Arbeit im Freien schafft bleibende Ergebnisse

Die Künstler schneiden sie dreimal aus, damit man sie draußen, an einer langen Wand am Cottbuser Bahnhof, in drei verschiedenen Farben sprühen kann, um das Bild real aussehen zu lassen. Trotz der Gruppen hilft jeder jedem und keiner hat Berührungsängste.
Die Gruppe wird geleitet von Julia Kling, Lehrerin an der Auberlen-Realschule Fellbach, von Jana Starbatti-Antoniou, Kunstlehrerin am Werner-von-Siemens-Gymnasium aus Großenhain und dem Diplom-Künstler Sebastian Bieler, ebenfalls aus Großenhain. Dieser betreibt sein „Handwerk“ seit 20 Jahren und arbeitet seit zehn Jahren eng mit der Stadt Großenhain zusammen. Von dieser kam auch das Angebot zur Teilnahme beim Projekt, da er an beinahe allen Graffiti-Arbeiten in Großenhain mitgearbeitet hat.

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Die Zeit ist jedoch ein Feind. Durch die Zeitknappheit wurde schon die Anzahl der Motive etwas verringert und die Schüler müssen konzentriert und konsequent arbeiten, jedoch dürfen sie den Spaß an der Sache nicht verlieren. Diese Balance müssen die Betreuer schaffen.

Dennoch haben die Teilnehmer viel Spaß und beschweren sich nicht. Sie geben ihr Bestes, damit ein tolles Ergebnis herauskommt und die Stadt Großenhain, sowie die Bewohner mit dem Ergebnis zufrieden sind. Denn ganz Großenhain und die Besucher am Bahnhof, sowie die Teilnehmer können das Werk des Graffiti-Ateliers in Zukunft immer wieder  bestaunen und sich an den Austausch erinnern.

Celine Böhm & Nicole Ebert

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